Fakultät für Physik
> Zum Inhalt
2019-12-13 [

Herbert Kreuzeder

]

Verstärkung in Forschung und Lehre: Laufbahnstellen für Frauen

Laufbahnstellen für Frauen gehen an die Fakultäten für Informatik, Technische Chemie, Bauingenieurwesen sowie Physik.

In einem internen Wettbewerb rief das Rektorat der TU Wien ihre Fakultäten vor drei Jahren auf, nachhaltige Gleichstellungskonzepte vorzulegen. Die Umsetzung der Konzepte wurde nun evaluiert, als Preis geht je eine Laufbahnstelle für Frauen an die Siegerfakultäten: Informatik, Technische Chemie, Bauingenieurwesen sowie Physik.

Die Fakultät für Physik hat einen spezifischen Frauenförderungsplan für sich entwickelt und darüber hinaus ein eigenes Mentoringprogramm gestartet. Ziel ist es Schwierigkeiten, die den Studienfortschritt beeinträchtigen könnten, rechtzeitig zu erkennen und zu lösen. Dafür wurden zwei Mentor_innen beauftragt, die Studierenden bei der Orientierung an der Universität und beim Entwickeln von erfolgreichen Lernstrategien behilflich sind. Wesentlicher Bestandteil des Mentoringprogramms sind regelmäßige Sprechstunden. 

Strategie

Am 25. November entschied das Rektoratsteam unter Einbeziehung der Abteilung Genderkompetenz über die Fortschritte bei den Konzepten und hat den Fakultäten für Informatik, Bauingenieurwesen, Technische Chemie und Physik je eine Laufbahnstelle zuerkannt. Diese vier Fakultäten haben im Zeitraum 2016 – 2018 besonders viele und nachhaltige Aktivitäten zur Frauenförderung gesetzt und so eine strukturelle Verankerung des Themas geschafft. Grundgedanke ist die Verknüpfung von Chancengleichheit und Top-Qualität in Forschung und Lehre. Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils auf allen Ebenen sind Teil der Zielvereinbarungen zwischen Rektorat und Fakultäten. Basis ist der Frauenförderungsplan.

Zeichen setzen

Obwohl der Frauenanteil bei den Studierenden seit Jahren kontinuierlich steigt – aktueller Stand ca. 30 Prozent – ist der Frauenanteil in wissenschaftlichen Top-Positionen nach wie vor gering. Maßnahmen wie die Ausschreibung wissenschaftlicher Stellen ausschließlich für Frauen sollen ein Zeichen setzen und auch internationale Expertinnen ansprechen. Vorrangiges Ziel ist, das vorhandene Potenzial und Qualifikationen auszuschöpfen.